tDCS - Transkranielle Gleichstromstimulation


Die tDCS verwendet milde Ströme, die über zwei Elektroden auf Kopfhaut angewendet werden, um die darunter liegenden Regionen der Hirnrinde anzuregen. Damit kann man sowohl bei der Behandlung psychischer Störungen als auch in der Schmerztherapie Erfolge erzielen.


Dieses Verfahren findet derzeit einen größer werdenden Anwenderkreis, und es ist sehr gut verträglich. Neben einem leichten Kribbeln auf der Haut treten bei richtiger Anwendung kaum Nebenwirkungen auf.


Eine tDCS ist nicht mit der Elektrokrampftherapie (EKT) zu verwechseln. Bei der EKT handelt es sich um ein bewährtes Verfahren zur Behandlung schwerster Depressionen. Die EKT muss jedoch in Narkose durchgeführt werden, da dabei ein Krampfanfall ausgelöst wird. Bei der tDCS werden keine Krampfanfälle ausgelöst. Eine Narkose ist nicht notwendig.


Typischerweise erfolgen tägliche Sitzungen oder mehrere tDCS-Sitzungen pro Woche über einen Zeitraum von 3-6 Wochen. Auch Erfolge mit längerfristiger Behandlung als Erhaltungstherapie wurden beschrieben.


Gemäß Nationaler Versorgungsleitlinie "Unipolare Depression" (2022) ist das Verfahren in Deutschland unter Sicherheitsaspekten für die klinische Anwendung zugelassen. Das Verfahren kann in der hiesigen Praxis als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten werden. Über die Kosten (bislang zumeist leider noch nicht durch die Krankenversicherung übernommen) informieren wir Sie gerne in einer persönlichen Beratung.